Dezentrale Konzentration

In der heutigen Welt hat Dezentrale Konzentration in verschiedenen Bereichen erheblich an Bedeutung gewonnen. Sein Einfluss hat sich auf Gesellschaft, Politik, Kultur und Wirtschaft ausgeweitet und eine Wirkung erzeugt, die nicht ignoriert werden kann. Ob auf persönlicher Ebene oder auf globaler Ebene, Dezentrale Konzentration hat besonderes Interesse geweckt und wichtige Debatten und Forschungen angeregt. In diesem Artikel werden wir in das faszinierende Universum von Dezentrale Konzentration eintauchen und seine vielen Facetten und seine Bedeutung im aktuellen Kontext erkunden. Durch eine detaillierte Analyse wollen wir besser verstehen, wie Dezentrale Konzentration ein Vorher und Nachher in verschiedenen Aspekten des zeitgenössischen Lebens markiert hat.

Die Dezentrale Konzentration (auch: punkt-axiales System) ist ein stadt- und raumordnerisches Leitbild. Es ist eines der derzeit dominanten raumordnerischen Konzeptionen in Deutschland.

Das Leitbild ist eine Weiterentwicklung aus Walter Christallers System der zentralen Orte. Im Gegensatz zu Christallers zentral-axialer Konzeption, bei der Entwicklungsschwerpunkte in Zentren und entlang von (Verkehrs-) Achsen liegen, ist der Fokus der dezentralen Konzentration weiter gefasst und bezieht nicht nur die Zentren selbst, sondern auch deren Peripherie mit ein. Das Konzept richtet sich vor allem an Wachstums- und Großstadtregionen und gibt einen Entwicklungsrahmen für die Stadt vor der Stadt. Schwerpunkt ist eine kompakte und durchmischte Siedlungsentwicklung mit differenzierten Vorgaben für die einzelnen Ringe einer Metropolregion.

Großräumig wird eine Dezentralisierung angestrebt, kleinräumig dagegen eine Konzentration. Dies bedeutet konkret, dass einerseits eine Konzentration des Bedeutungsüberschusses im System der zentralen Orte auf eine oder wenige Metropolen verhindert werden soll. Vielmehr sollen zahlreiche Zentren Kristallisationspunkte der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung sein. Dies bedingt eine dezentrale Grundstruktur des Siedlungssystems. Andererseits sollen Siedlungsgebiete nicht dispers über die Landesfläche verteilt werden, weil dies zu einer ungesteuerten Zersiedlung der Landschaft führt und bei der Nutzung von Infrastruktureinrichtungen keine Synergieeffekte genutzt werden können. Vielmehr sollen in kleinräumiger Betrachtung die baulichen Nutzungen und Infrastruktureinrichtungen dennoch vorrangig in zentralen Orten „konzentriert“ werden. Dadurch soll Suburbanisierung kanalisiert und entstehende Infrastrukturprobleme aufgrund des Städtewachstums begrenzt werden.

Literatur

  • Hazel Evans (Hrsg.): New Towns: The British Experience. Wiley, New York 1972, ISBN 978-0470248805.
  • Klaus Brake, Rainer Danielzyk, Martin Karsten: Dezentrale Konzentration ein Leitbild mit besonderen Herausforderungen für interkommunale Kooperation. In: Deutsches Institut für Urbanistik (Hrsg.): Archiv für Kommunalwissenschaften. 38. Jahrgang, 1. Halbjahresband. Verlag W. Kohlhammer, 1999, ISSN 0003-9209, S. 89–103.